Biesterfelder Renette

Herkunft und Aussehen

Eine alte Sorte des Kulturapfels, die um 1850 als Zufallssämling auf Schloss Biesterfeld bei Lügde (Nordrhein-Westfalen) entdeckt wurde. Sie ist auch als Biesterfelder Goldrenette bekannt. Die Früchte sind mittelgroß bis groß, breitrund geformt und besitzen eine grüngelbe Grundfarbe. Auf der Sonnenseite zeigt sich eine verwaschene, rote Deckfarbe. Der Apfel ist sehr saftig.

Pflückreife und Genussreife

Die Äpfel sind ab Anfang bis Mitte September pflückreif. Bei zu starkem Behang neigt die Sorte zu vorzeitigem Fruchtfall, weshalb ein Durchpflücken ratsam ist. Genussreife: Ab Oktober entfaltet der Apfel seinen besten Geschmack, sollte dann aber schnell verbraucht werden.

Lagerung

Im kühlen Naturlager hält sich die Sorte bis November oder Dezember. Gegen Ende der Lagerzeit wird das Fleisch mürbe und trocken.

Nutzen

Ein sehr aromatischer Herbstapfel, der robust ist und sich gut für Streuobstwiesen eignet. Die Sorte eignet sich nicht für die lange Lagerung. Die Renette ist durch ihre Saftigkeit ein ausgezeichneter Apfel, um Saft daraus machen zu lassen, Apfelmus einzukochen oder Apfelkuchen zu backen.

Info

Auch aus dem Fallobst lässt sich köstliches Apfelmus zubereiten. Zusammen mit heißen Waffeln kommt so ein Stück Sommer in den Winter zurück.

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