Unser Naturlehrpfad
Hier hörst Du den Gesang des Gartenrotschwanzes!
Gartenrotschwanz
Gesang (Melodie/Lied)
Klang: Weich, wehmütig/melancholisch und etwas variabel. Die Strophe beginnt meist mit einem hohen, gezogenen „hüit“ (oder „huit“), gefolgt von tieferen, abgehackten oder knirschenden Tönen und einem zwitschernden, schwatzenden Abschluss. Die ganze Strophe dauert ca. 2–3 Sekunden und wird mit Pausen dazwischen wiederholt.
Charakter: Schwermütig, aber abwechslungsreich – nicht so fröhlich-perlend wie die Blaumeise, sondern eher nachdenklich und lyrisch. Er klingt „schmelzend“ oder „schmatzend“.
Zweck: Revierverteidigung. Partnerwerbung (die Männchen singen intensiv, wenn die Weibchen später eintreffen). Nur die Männchen singen richtig. Die Hauptgesangszeit ist April bis Juni/Juli; danach wird es deutlich ruhiger.
Ruf
Klang: Ein weiches, pfeifendes, leicht ansteigendes „hüit“ (Lock- und Kontaktruf). Bei Erregung oder Alarm folgt oft ein schnelles, schnalzendes „tick-tick-tick“ oder „tack“.
Aussehen
Der farbenfrohe schlanke Gartenrotschwanz fällt durch die leuchtend orangefarbene Brust, die schwarze Kehle und eine weiße Stirn auf. Er ist bis zu 15 cm lang. Beide Geschlechter besitzen den namensgebenden, ständig zitternden rostroten Schwanz.
Lebensraum
Er liebt Totholz, Obstbaumwiesen und vielfältige Gärten. Als Höhlen- und Halbhöhlenbrüter benötigt er alte Bäume mit natürlichen Baumhöhlen.
Nahrung
Er ist ein Insektenvertilger und liebt Larven, Raupen und Spinnen. Im Herbst kommen noch Beeren dazu.
Zugverhalten
Er ist ein Langstreckenzieher und verbringt den Winter in der südlichen Sahara in der Sahelzone. Da der Flug sehr viel Kraft kostet, fliegt er meistens in der kühleren Nacht. Im April kommt er zu uns zurück.
Info
Der Gartenrotschwanz ist ein Frühaufsteher. Er singt schon 80 Minuten vor Sonnenaufgang. Schau dir dazu auch unsere Tafel mit der Vogeluhr an. Sie steht vor der Parzelle 112!