Grünspecht

Hier hörst du den Grünspecht lachen.

Gesang / Ruf („Lachen“)
Der Grünspecht hat keinen klassischen melodischen Gesang wie Singvögel (z. B. Blaumeise oder Gartenrotschwanz). Stattdessen ist sein markantestes Lautäußerung ein lautes, lachendes Rufen, das sowohl als Reviergesang als auch als Alltagsruf dient.
 

Klang
Dynamisch und gellend, wie ein schallendes, menschliches Lachen. Es klingt wie „kjück-kjück-kjück“, „klü-klü-klü“ oder „ha-ha-ha“. Die Strophe ist eine lange Reihe von Silben, die oft in der Tonhöhe leicht abfällt und am Ende schneller wird. Sie wird mit Pausen (20–40 Sekunden) ausdauernd wiederholt.

Charakter
Lachend, kraftvoll und weit tragend – unverwechselbar und oft schon aus großer Entfernung zu hören. Er wirkt fröhlich und durchdringend, nicht wehmütig oder filigran.

Zweck
:
Revierabgrenzung.
Partnerwerbung (Balz).
Kontakt (auch im Flug).

Wird das ganze Jahr über geäußert, ist aber im
Frühjahr (Februar–Mai) am intensivsten. Im Gegensatz zu anderen Spechten trommelt der Grünspecht nur sehr selten und leise.

Aussehen

Der sehr auffällige Grünspecht ist bis zu 36 cm lang und  trägt ein grau-grün-rotes Federkleid mit einer  schwarzen  Augenmaske „Zorro-Maske“. Gern stolziert er durch den Garten. Bekannt ist er für seinen markanten Ruf, der wie ein lautes Lachen klingt.

Lebensraum

Er liebt vielfältige  Gärtenanlagen mit altem Obstbaumbestand.

Nahrung

Er ist ein absoluter Ameisenspezialist. Mit seiner bis zu 10 Zentimeter langen, klebrigen Zunge holt er Ameisen und deren Puppen direkt aus dem Boden. Er frisst bis zu 2000 Stück davon.

Zugverhalten

Er ist ein ortstreuer  Standvogel und bleibt im Winter hier. Selbst bei einer geschlossenen Schneedecke merkt sich der Vogel die Standorte von Ameisenhügeln und gräbt Tunnel im Schnee, um an seine Nahrung zu gelangen.

Info

Grünspechte zimmern ihre Bruthöhlen in dicke Laubbäume. Da sie diese Höhlen oft nur einmal nutzen, schaffen sie wichtigen Wohnraum für Nachmieter wie Meisen, Stare und Fledermäuse.