Unser Naturlehrpfad
Mönchsgrasmücke
Hier hörst du die Mönchsgrasmücke singen.
Der Gesang
In der Tonaufnahme könnt ihr zuerst den „Gesang“ und zum Schluss den „Ruf“ der Mönchsgrasmücke hören. Der Gesang ist niedlich, melodisch. Es gibt längere, abwechslungsreiche Strophen mit flötenden, klaren Tönen, oft mit einem schwätzenden Vorgesang.
Der Zweck ist hauptsächlich: Die Männchen verteidigen ihr Revier, es signalisiert: „Das ist mein Gebiet!“ – und natürlich gehört auch das Anlocken von Weibchen dazu: „Komm her, ich bin ein hübsches, starkes Männchen!“
Der Ruf
Der Ruf ist kurz und einfach: Einzelne oder schnell wiederholte Laute – es macht „teck-teck-teck“. Diese Laute hört man auch von Weibchen und Jungen und sind ein Warnruf – zum Beispiel: „Achtung Katze!“, es kann aber auch ein Kontaktruf sein: Hey Partner – ich bin hier!“ – Oder Junge signalisieren: „Ich habe Hunger!“
Viele Singvögel lernen ihren Gesang ähnlich wie Menschen Sprache lernen. Junge Männchen hören ihren Vätern und Nachbarn zu und entwickeln daraus ihren eigenen Gesang. Rufe hingegen sind bei vielen Arten weitgehend angeboren und verändern sich im Laufe des Lebens deutlich weniger.
Aussehen
Die Mönchsgrasmücke ist 13-15 cm groß. Das Gefieder ist auf der Oberseite graubraun, die Unterseite olivgrau bis hellgrau gefärbt.
Lebensraum
Sie bevorzugt naturnahe Gärten mit dichtem Unterholz, Sträuchern und alte Bäume mit Efeubewuchs, in denen sie sich gut verstecken kann. Im April baut sie in dichtem Gestrüpp ein napfförmiges Nest aus Grashalmen und dünnen Zweigen.
Nahrung
Im Sommer stehen hauptsächlich Insekten, Spinnen und Larven auf dem Speiseplan, so sorgt sie für ein Gleichgewicht bei den Schädlingen. Im Spätsommer und Herbst wechselt sie zu Beeren und Früchten.
Zugverhalten
Die Mönchsgrasmücke ist ein sogenannter Teilzieher. Immer mehr Tiere bleiben im Winter bei uns und lassen sich dann häufig an Futterstellen beobachten.
Info
Das auffälligste Merkmal ist die farbige „Kappe“ auf dem Kopf, die an einen Mönch erinnert. Beim Männchen ist sie tiefschwarz und beim Weibchen rostbraun.