Kleiner Sänger mit großer Stimme
Klang:
Hoch, klar und perlend, mit einer melancholisch-wehmütigen Note. Der Gesang beginnt oft mit feinen, hohen Tönen oder Trillern und geht in eine fließende, abfallende Folge von silbrig-perlenden Elementen über. Er wirkt variabel, flötend und etwas traurig – fast wie „tropfende silberne Perlen“.
Charakter:
Sehr variabel (bis zu mehrere hundert verschiedene Motive), lyrisch und ausdrucksstark. Im Frühling kräftiger und territorial, im Herbst/Winter oft leiser und melancholischer. Eines der wenigen Vögel, bei denen auch die Weibchen singen (allerdings leiser und kürzer).
Revierverteidigung (das ganze Jahr über – Rotkehlchen sind sehr territorial).
Partnerwerbung (Frühling).
Kontakt und Stimmfühlung.
Singt fast ganzjährig (außer in der Mauser), besonders intensiv in der Dämmerung, morgens als einer der Ersten und abends/nachts (auch in Städten bei künstlichem Licht).
Klang: Scharfes, hartes „tick“, „zik“ oder „schnickern“ (schnelle Folge von Ticks). Bei Alarm auch ein hohes, dünnes „tsiiip“ oder „siih“.
Zweck: Warnung, Erregung, Störung oder Kontakt – sehr häufig zu hören, wenn der Vogel beunruhigt ist.
Aussehen
Das Rotkehlchen ist leicht an seiner leuchtend orangeroten Brust und Kehle zu erkennen. Es ist bis zu 14 cm groß.
Lebensraum
Es lebt in naturnahen Gärten mit viel Unterholz. Dichte Sträucher und Gehölze sind als Sichtschutz wichtig, denn es hat sein Nest bodennah versteckt. Manchmal brütet es auch in ungewöhnlichen Orten wie alten Stiefeln oder Kisten.
Nahrung
Im Frühling und Sommer frisst es Insekten, Larven, Würmer, Schnecken und Spinnen. Im Winter wechselt es zu Samen, Beeren und Nüssen.
Zugverhalten
Viele Vögel ziehen im Winter Richtung Mittelmeer. Die Tiere, die wir im Winter bei uns sehen, stammen dafür oft aus kälteren Regionen Nord- und Osteuropas.
Info
Das Rotkehlchen zeigt Menschen gegenüber kaum Scheu. Es folgt uns beim Graben in der Erde, um aufgewirbelte Insekten abzufangen.